Eustress vs Distress

Der Mythos des positiven Stress - Was bewirkt Eustress?

Laut einer Studie der Techniker Krankenkasse sind mehr als die hälften der Deutschen „mindestens manchmal“ gestresst. Tendenz in den letzten Jahren stark steigend. 

Dauerhafter und hoher stress hat langfristig Auswirkungen auf die seelische und körperliche Gesundheit. 

Doch was ist mit positivem Stress? Brauchen wir nicht ein gewisses Level, um so richtig unsere Leistungen voll abzurufen? Und wie positiv ist er wirklich? 

Laut Dr. Guy Bodemann, Stressforscher an der Universität Zürich, ist Stress eine subjektive Erfahrung. Weil Stress ein subjektives Konzept ist, ist er kein Ereignis, sondern etwas, das jeder Mensch anders erlebt und auf das er unterschiedlich reagiert. Beispielsweise kann eine Führungskraft vor einer Präsentation der Quartalszahlen total aufgelöst und nervös sein. Während eine andere Führungskraft sich auf die Präsentation freut, weil sie jetzt wieder so richtig glänzen kann. 

Die Anforderungen und Kompetenzen eines Menschen sind im Gleichgewicht, wenn sie keinen Stress erlebt. Innere und äußere Anforderungen und Ressourcen sind ausgeglichen, wenn wir uns nicht gestresst fühlen. Wenn die Anforderungen größer sind als die verfügbaren Ressourcen, geraten wir ins Ungleichgewicht. Wenn wir aus dem Gleichgewicht sind, reagiert unser Körper mit Stress.

Stress hat die unterschiedlichsten Auswirkungen

Stress kann sehr komplizierte Auswirkungen auf den Körper, den Geist und das Verhalten haben. Chronischer Stress kann u. a. Herz-Kreislauf-Probleme, Migräne, Diabetes, Sodbrennen oder Magengeschwüre verursachen. Wenn sich eine Person überfordert oder hilflos fühlt, kann dies zu psychischen Problemen wie Depressionen oder Angstzuständen führen. Darüber hinaus sind auch negative Auswirkungen auf das soziale Umfeld und den Beruf möglich.

Eustress und Distress - was ist der Unterschied?

Es ist wichtig zu erkennen, dass nicht alle Formen von Stress gleich sind. Viele Menschen versuchen, die damit verbundene Spannung zu vermeiden und zu verdrängen. Es gibt sogar eine Art von positivem Stress, der als Eustress bezeichnet wird. Die Stressreaktion ist eine innere Antriebskraft. Viele Menschen klagen über Distress, also die Art von Stress, die sie nicht mögen. Eine Zusammenfassung der Unterscheidungen:

Eustress

Eustress regt uns dazu an, Aufgaben zu bewältigen und unsere Ziele zu erreichen, und motiviert uns. Er trägt wesentlich dazu bei, uns zu motivieren, alle Arten von Schwierigkeiten zu bewältigen. Das Gefühl vor dem ersten Kuss oder der Hochzeit ist ein Beispiel für Eustress. Auch die Anspannung vor wichtigen Wettbewerben oder Prüfungen ist ein Anzeichen für Eustress. Diese Art von Stress ist vorteilhaft, weil er die Menschen dazu bringt, härter zu arbeiten. Er sollte jedoch nur bis zu einem gewissen Grad erlebt werden. Die Anforderungen an den Menschen steigen, während seine Fähigkeit, sie zu bewältigen, abnimmt. An diesem Punkt kommt es zu einer Veränderung – Distress entsteht.

Eustress - positiven Stress

Distress

Negativer Stress, auch Distress genannt, entsteht, wenn positiver Eustress dem typischen negativen Stress weicht. Kritische Lebensereignisse, eine ständig belastete Psyche oder ein enger Zeitplan können dies auslösen. Vor allem die Zeit ist entscheidend für die Wahrnehmung von negativem Stress. Damit ist nicht nur der Zeitdruck gemeint, sondern auch die Zeit, die in belastenden Situationen verbracht wird. Beispiele hierfür sind Überlastung am Arbeitsplatz oder ständige Streitigkeiten im Haushalt.

Stress gehört zum Leben

Laut Kristen Fescoe, Leiterin des klinischen Programms bei Resility Health in Florida, sollten die Menschen nicht davon ausgehen, dass sie immer ruhig und entspannt sein müssen. Jeden Tag mit diesem Wunsch zu beginnen, garantiert also nur Misserfolge. Es kann also entspannend sein, zu verstehen, dass man selbst nicht immer ruhig sein wird. Jeder Mensch erlebt Stress, und das ist auch gut so. 

Eustress Distress Übersicht

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