Dankbarkeit gegen Stress

Dankbarkeit gegen Stress

Mit Dankbarkeit gegen Stress und Ungewissheit

Es ist nicht einfach, sich während einer Pandemie um die eigene psychische Gesundheit zu kümmern. Seit dem Ausbruch der Pandemie fühlen wir uns alle – verständlicherweise – viel gestresster. Eine Studie ergab, dass 57 % der Menschen mehr Angstzustände erleben und 53 % von uns emotional erschöpft sind. Diese Art von Emotionen treten in der Regel dann auf, wenn wir eine Form von Stabilität in unserem Leben verlieren. 

Seit der Pandemie hat sich vieles verändert und viele machen sich zusätzliche Sorgen um die Gesundheit von Freunden und Familienangehörigen. 

Im Moment wissen wir einfach nicht, was als nächstes kommt. In einem ständigen Zustand der Ungewissheit zu leben, kann sich anfühlen wie ein Rennen ohne Ziellinie oder ein Puzzle ohne Referenzbild. Alles scheint unklar, und das Schlimmste scheint möglich.

Das ist natürlich kein angenehmer Zustand, in dem wir uns gerade befinden. Was können wir also tun, um die Auswirkungen der Unsicherheit auf unser Wohlbefinden zu minimieren? Auch wenn es vielleicht nicht die eigentliche Ursache bekämpft, zeigt die Forschung, dass Dankbarkeit dazu beitragen kann, uns auszugleichen.

“Dankbarkeit ist eine Emotion, die uns erdet und ein großartiges Mittel ist, um die negative Denkweise auszugleichen, die Ungewissheit hervorruft“ – Zitat von Dr. Guy Wisch, Autor von Emotional First Aid. 

Durch Dankbarkeit schüttet unser Gehirn Dopamin und Serotonin aus. Beides Hormone, die uns glücklicher machen und uns innerlich leichter fühlen lassen. Wenn du dir also selbst helfen willst, ist es wichtig zu wissen, wie du dieses positive Gefühl in dir auslöst.

Dankbarkeit auslösen

Bevor wir darüber sprechen, wie du Dankbarkeit in dir auslösen kannst, lass uns schauen, weshalb Dankbarkeit so wichtig ist. Du erlebst Dankbarkeit, wenn du deinen Fokus auf das verlagerst, was du hast und an die Menschen denkst, die zum Überfluss in deinem Leben beitragen.

Dankbarkeit gegen Stress

Dr. Robert Emmons, der führende wissenschaftliche Experte für Dankbarkeit hat herausgefundene, dass Menschen die regelmäßig Dankbarkeit praktizieren, gesünder und glücklicher Leben. Auch leben diese Menschen in besseren Beziehungen. Weitere Untersuchungen haben gezeigt, Dankbarkeit hilft Teams und Einzelpersonen dabei, bei schwierigen Aufgaben durchzuhalten.

Stell dir deinen Geist wie ein Verdauungssystem vor. Wie du deinen Geist fütterst hat Auswirkungen darauf, wie du dich fühlst.

Wird dein Geist ständig mit Sorgen, Neid, Missgunst und Selbstkritik überflutet, (natürlich auch durch eine Flut von negativen Nachrichten und „Doomscrolling“) wirkt sich das deutlich negativ auf dein geistiges Wohlbefinden aus. 

Dankbarkeit ist wie eine gesunde Nahrung, für deinen Geist. 

In seinem Artikel „Warum Dankbarkeit gut ist“ erklärt Dr. Emmons: “Man kann nicht gleichzeitig neidisch und dankbar sein. Das sind unvereinbare Gefühle, denn wenn man dankbar ist, kann man niemandem verübeln, dass er Dinge besitzt, die man selbst nicht hat.” 

Darüber hinaus zeigen seine Forschungen, dass Menschen mit einem hohen Maß an Dankbarkeit ein geringes Maß an Missgunst und Neid aufweisen. Wenn wir uns die Zeit nehmen, uns auf das zu konzentrieren, wofür wir dankbar sind, ziehen wir positive Emotionen den negativen vor und unternehmen somit Schritte zur Förderung unserer geistigen Gesundheit und unseres Wohlbefindens.

Doch wie kannst du jetzt Dankbarkeit in dir auslösen?

Möglicherweise kennst du das auch? Du willst dir etwas neues Kaufen und plötzlich hat jeder in deinem Umfeld ein neues Smartphone oder die neueste Winterjacke. Denkst du an ein neues Auto siehst du dieses plötzlich überall rumfahren. Du siehst eben das, worauf du dich bewusst oder unbewusst fokussierst. 

Wenn du also Dankbarkeit in dir auslösen willst, lenke deinen Fokus absichtlich darauf. Der einfachste Weg dazu, sind feste Rituale und / oder gezielte Fragen.

Wenn du z.B. ständig angespannt oder in Sorge bist, ständig an das denkst, weshalb es nicht klappen könnte, hallte einen Moment inne. Nachfolgend eine Auflistung an Fragen, die du dir gezielt stellen kannst:

– Was habe ich in letzter Zeit gelernt, das mich weitergebracht hat?

– Welche Möglichkeiten habe ich derzeit, für die ich dankbar bin?

– Welche körperlichen Fähigkeiten habe ich, die ich für selbstverständlich halte?

– Was habe ich heute oder im letzten Monat gesehen, das schön war?

– Wen bei der Arbeit sehe ich jeden Tag gerne und warum?

– Wer ist eine Person, mit der ich nicht oft spreche, aber wenn ich sie morgen verlieren würde, wäre das verheerend? (Nehmen Sie dies als Ansporn, sich heute zu melden!)

– Was kann ich heute besser, als ich es vor einem Jahr konnte?

– Welchen materiellen Gegenstand benutze ich jeden Tag, für den ich dankbar bin?

– Was hat jemand in letzter Zeit für mich getan, für das ich dankbar bin?

– Was sind die drei Dinge, für die ich im Moment dankbar bin?

Indem du dir Zeit nimmst, deine Antworten aufzuschreiben, lenkst du deine Aufmerksamkeit bewusst auf das, wofür du dankbar bist. Du kannst auch zurückblicken und dir Gedanken machen, ob das, was du für unbedeutend oder normal gehalten hast, genau der Punkt ist, der dir Freude bereitet. 

 

Dankbarkeitsjournal

Jae Ellard, die Gründerin des auf Achtsamkeit basierenden Beratungsunternehmens Simple Intentions, empfiehlt, den Tag mit Gedanken der Dankbarkeit zu beenden. Sie empfiehlt, sich morgens und abends gezielt Zeit dafür zu nehmen, und darüber nachzudenken.

Dankbarkeit gegen Stress

Dr. Winch schlägt vor, “jeden Tag einen Absatz über eine Sache zu schreiben, für die wir wirklich dankbar sind, und warum diese Sache für uns von Bedeutung ist”. Er sagt: “Das bringt positive Gedanken und Gefühle in ein emotionales Klima, das zu sehr ins Negative kippt. Wir können unsere Dankbarkeitsübung auch auf die bedeutsamen Dinge in unserem Leben ausrichten, derer wir uns sicher sind, wie z. B. unsere Freundschaften, unsere Leidenschaften oder unsere Familie, und uns so daran erinnern, dass es zwar in einigen Aspekten unseres Lebens Ungewissheit gibt, in vielen anderen jedoch Gewissheit herrscht.“

Schreibe alles auf, wofür du wirklich dankbar bist. Deine Erfolge in der letzten Zeit, dass du heute Abend mit einem geliebten Menschen dein Lieblingsessen genießen konntest, der tolle Abend mit Freunden, deine Gesundheit… du merkst die Liste ist lang. 

Auch bei deiner Arbeit kannst du Dankbarkeits-Rituale einbauen. Z.B. Wenn jeder am Ende der Woche von einen positiven Erlebnissen und Erfolgen erzählt. 

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