Burnout - das sind die Anzeichen

Burnout - das sind die Anzeichen

Bin ich noch gestresst oder ist das schon Burnout? In den letzten Jahren hat sich der Burnout zu einem riesigem gesellschaftlichen Problem entwickelt. Teilweise gibt es mehr Krankmeldungen wegen psychischer Erkrankungen als wegen physischer. Doch woran erkennst du, ob du nur gestresst bist, oder ob das schon in Richtung Burnout geht?

Ein Burnout beschreibt einen Zustand des totalen ausgebrannt seins. Betroffene fühlen sich emotional, körperlich und geistig total erschöpft. Bis zu einem Punkt, an dem es schwer fällt morgens aufzustehen und gar nichts mehr gut. 

Ein Burnout kann sich schleichend und in Phasen entwickeln.

Oft sind die Akkus erst nach Jahren komplett leer und es geht wirklich gar nichts mehr. Erst dann wird gehandelt. 

Häufigster Grund für den Burnout: Zu viel Stress!

Was nicht heißt, dass du sofort an Burnout leidest, weil du mal eine stressige Phase hast.

Das gehört zum Leben dazu. Beim Burnout ist die Rede von einer chronischen Überlastung, in Bezug auf deine Lebensbewältigung. 

Dir fehlen notwendige Ressourcen, um deinen Alltag und Job bewältigen zu können und mit der gesamten Situation umzugehen. 

Der Stress bezieht sich also auf Situationen, wenn diese unkontrollierbar erscheinen, du den Eindruck hast Situationen nicht mehr gewachsen zu sein und du dich nur noch hilflos und überfordert fühlst.

Bin ich gefährdet?

Vor einigen Jahren wurde Burnout Personen in Pflegeberufen zugesprochen. Dann waren es Manager und Führungspersönlichkeiten. Die Wahrheit ist, bei Burnout handelt es sich um gesellschaftliches Problem, welches nicht auf auf bestimmte Berufe begrenzt ist.

Unabhängig davon gibt es persönliche Eigenschaften, die Burnout-Betroffene gemeinsam haben. Dazu gehört beispielsweise ein Hang zum Perfektionismus. Personen mit Burnout definieren sich oft über ihre Leistung. Kommt hier noch ein mangelndes Selbstvertrauen hinzu, wird die Bestätigung im Außen gesucht. Hinzu kommen erhöhte Ansprüche an sich selbst. 

In Kombination dazu fehlt der Fokus nach innen. Was ist mir überhaupt wichtig und was will und brauche ich?

Diese Fragen werden oft nicht gestellt oder ignoriert. 

Oftmals leben Betroffene auch nicht nach ihrer Identität. Sie leben nach einem Idealbild, einer Vorstellung dessen, wie sie in den Augen anderer sein sollen. 

Nur mal angenommen, du hast das Bedürfnis anderen Personen gefallen zu wollen und Ihnen etwas beweisen zu wollen. Du wirst motiviert starten. Motivation an sich ist etwas sehr positives. Allerdings, wenn du dich jetzt verausgabst, um deine eigenen überhöhten Erwartungen zu erfüllen, dich jetzt noch überarbeitest und keine Pausen machst, bist du sehr schnell erschöpft.

Du vernachlässigt deine persönlichen Bedürfnisse. Als Folge dessen werden soziale Kontakte eingeschränkt, Hobbys heruntergefahren. Du denkst nur noch an diese eine Sache.

Ein Tunnelblick entsteht. 

Die ersten körperlichen Symptome, wie z.B. zittern, schwitzen, der berühmte Kloß im Hals, Nervosität, Anspannung und Angst lassen sich nicht mehr so leicht ignorieren. 

Nach außen hin gelingt es dir noch, diese zu überspielen. Innerlich sieht das ganze schon ganz anders aus. Du startest, dir noch mehr aufzuladen, schließlich leistest du noch nicht genug und musst noch härter arbeiten. Als Folge wird deine Unzufriedenheit jeden Tag stärker. 

Nach einiger Zeit kommt ein Punkt, an dem du in allem keinen Sinn mehr siehst!

Jetzt ist höchste Zeit, die Notbremse zu ziehen! Falls du diese nicht ziehst, wird die innerliche Leere in dir größer und größer. 

Weil du dich von allen unverstanden fühlst, ziehst du dich zurück. 

Spätestens jetzt verstärken sich deine Symptome und werden zu Beschwerden wie Magenschmerzen, Übelkeit, Rauschen im Ohr, Kopfschmerzen und Verspannungen sowie Übelkeit. 

Wenn du dich zurückziehst funktionierst du nur noch. Du fühlst dich „dumpf“. Oft werden die Gefühle abgestellt, damit gar nichts mehr gefühlt werden muss! Die Ablenkung wird jetzt immer Größer, um eine bewusste Wahrnehmung zu vermeiden. Die Gefahr einer Suchterkrankung ist jetzt auf dem Höhepunkt. 

Wenn du Raucher bist, besteht die Gefahr, noch mehr zu rauchen, damit du runter kommst. Andere Greifen zu Alkohol und oder Schmerzmitteln. 

Auch andere Verhaltensweisen sind möglich. Z.B. exzessiver Sport oder ständige Affären, um irgendwie Bestätigung von Außen zu erhalten. 

Mittlerweile bist du schon ziemlich erschöpft. Deine Belastung scheint unausweichlich. 

Möglicherweise hast du schon chronische Symptome, wie Dauerkopfschmerzen. 

Du bist jetzt auch häufiger krank als früher. Einschlafen und durchschlafen fällt dir enorm schwer.

Möglicherweise bist du auch traurig, niedergeschlagen und musst weinen. Ängste und pessimistisches denken können hinzu kommen.

Alltägliche Dinge stellen bereits eine riesige Hürde dar. Du hast dich noch weiter zurückgezogen und die Motivation ist auf dem Tiefpunkt. Es ist dir alles gleichgültig geworden.

Ein mentaler und physischer Zusammenbruch ist jetzt unausweichlich.

12 Anzeichen für Burnout 

Gereiztheit

Mangelndes Interesse

Permanente Müdigkeit, Kraftlosigkeit und Erschöpfung

Gefühle von Sinnlosigkeit

Innere Leere

Ein- und Durchschlafstörungen

Lustlosigkeit

Konzentrationsstörungen

Hoffnungslosigkeit

Körperliche Symptome wie Magen-, Darm-Beschwerden, Herz-Kreislaufprobleme, häufige Infekte etc.

Sozialer Rückzug

Depression

Burnout - das sind die Anzeichen

Fazit:

Burnout gilt nach wie vor nicht als Erkrankung. Sondern als Erschöpfungszustand. 

Rechtzeitig die Notbremse ziehen ist wichtig. Ein Coach kann helfen, präventiv dem Burnout entgegen zu wirken. Ist ein Burnout aufgetreten kann ein Arzt oder Therapeut helfen. 

Ein Burnout verunsichert betroffene Personen in ihrer Lebensführung. Schwerwiegende Schäden können eine Folge sein.

Sobald du spürst du funktionierst nur noch, dein Alltag besteht nur noch aus Arbeit und Pflichten sollten deine Alarmglocken gar nicht mehr ausgehen! Jetzt ist die höchste Zeit, einen Notbremse zu ziehen, dir Ruhe zu gönnen und / oder dir Hilfe zu suchen.

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